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Siegfried Niemeyer Obere Waldpark Str. 20 75239 Eisingen Tel. 07232-383203 |
AlgenbekämpfungAlgen sind die ältesten Wasserpflanzen überhaupt. Erst im Laufe der Zeit haben sich aus ihnen die verschiedenen Wasserpflanzen entwickelt. Deshalb ist es auch praktisch unmöglich ein gänzlich algenfreies Aquarium zu pflegen. Die Frage ist nur, ob die Algen sich soweit vermehren, bzw. aufwachsen können, dass sie optisch störend werden. Wasserpflanzen sind einfach nicht so anspruchslos und pflegeleicht wie Algen. Das heißt umgekehrt je mehr Pflanzen desto weniger Algen können existieren. Voraussetzung ist allerdings das die Pflanzen auch sehr gut wachsen und damit dem Wasser die Nährstoffe entziehen die sonst von den Algen verwertet werden. Zusätzlich sollte man dann noch Tiere einsetzen die das, was trotz allem noch an Algen entsteht, kontinuierlich abweiden. Wie extrem zuverlässig das ganze funktioniert habe ich selbst einmal per Zufall entdeckt. Ich hatte 2 Wassereimer mit altem Aquarienwasser auf dem Balkon abgestellt, weil ich es eigentlich als Gießwasser für die Balkonpflanzen benutzen wollte. In einem der Eimer hatte ich noch eine Hand voll Najas und Froschbiß geworfen, weil ich davon im Aquarium zuviel hatte. Das Ergebnis nach einer Woche war, daß der Eimer ohne Pflanzen dunkelgrün von Schwebealgen und der bepflanzte Eimer glasklar waren. Zufällig hatte ich hier ausgerechnet zwei Pflanzenarten in den Eimer geworfen die ganz extrem Nähstoffe aus dem Wasser aufnehmen und dadurch den Algen das Leben schwer machen. Wie funktioniert das Ganze in meinen Aquarien? Sehr einfach! Als erstes entziehe ich dem Wasser zunächst einmal eine ganze Menge Inhaltstoffe. Dadurch, dass ich es mit Wasser aus dem Vollentsalzer oder mit Osmosewasser verschneide. Mein Leitungswasser kommt nämlich mit 27° GH und 16° KH aus dem Hahn. Mein Aquariumwasser hat fertig verschnitten 4 – 5°KH. Dadurch bin ich die beiden Hauptübeltäter Nitrat und Phosphat schon los. Damit es jetzt nicht durch die Fütterung wieder zu einem kontinuierlichen Anstieg dieser Stoffe kommt, wechsle ich alle 14 Tage genau die Hälfte des Aquarienwassers. Darüber hinaus habe ich in allen Becken sowohl Najas als auch Froschbiß als Algenkonkurenz und einen üppigen Pflanzenerstbesatz. Zusätzlich versorge ich meine Aquarien noch mit CO2 damit die Pflanzen atmen können und dünge täglich mit kleinen Mengen eines guten Pflanzendüngers. Ich benutze Ferrdrakon von Doc Kremser. Den bekommt ihr hier http://www.drak.de . Die tägliche Düngung hat den Vorteil, dass es keine Nährstoffspitzen im Aquarium gibt. Die Beleuchtungsdauer ist in 2 Abschnitte geteilt und zwar von 8 bis 13 Uhr und von 17 bis 23 Uhr. Von 13 bis 17 Uhr wird nicht beleuchtet. Die Pflanzen kommen damit zurecht, die Algen nur sehr schlecht. Das Ergebnis sieht so aus, dass ich allein aus meinem 300L Wohnzimmer-Becken jede Woche soviel Pflanzen heraus nehmen muß, dass ich damit bequem ein weiteres 300L-Becken als Erstbepflanzung bestücken könnte. Als tierische Gärtnertruppe sind bei mir Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken , goldene und blaue Apfelschnecken und Zwerggarnelen im Dauereinsatz. Bei den Garnelen sind es vor allem die Amanogarnelen, Glas-Zwerggarnelen und die Pinselalgengarnelen . Mit einem Anfangsbesatz von je 30 Stück habe ich es geschafft, in meinem 300L Becken, eine dicht mit Pinselalgen bewachsene Struckturrückwand, innerhalb 2 Monaten blitzblank zu bekommen. Ich hatte vorher dieses Aquarium gebraucht gekauft und wollte die total veralgte Struckturrückwand nicht entfernen. Bei den Schnecken haben die meisten Leute Angst, dass diese die Pflanzen fressen würden. Diese Angst ist vollkommen unberechtigt, denn die von mir oben aufgeführten Arten sind aufgrund ihrer zu weichen Mundwerkzeuge dazu gar nicht in der Lage. Sie fressen nur Fauliges, weiche Algen und liegengebliebene Futterreste. Wenn sich die Schnecken einmal zu stark vermehrt haben stelle ich Abends ein kleines Becherglas mit ein paar harten Futtertabletten ins Becken. Am nächsten Morgen sind fast alle Schnecken im Becherglas versammelt und ich kann die überschüssigen entsorgen. Ich hoffe,
das ich mit den hier von mir wiedergegebenen Erfahrungen möglichst vielen
Aquarianern zu einem schönen, optisch algenfreien Aquarium verhelfe und
darüber hinaus einge Vorurteile bezüglich Schnecken ausräumen kann. Die
wesentlichen Punkte im Text habe ich der besseren Übersicht halber
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