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Siegfried Niemeyer Obere Waldpark Str. 20 75239 Eisingen Tel. 07232-383203 |
Fütterung von GarnelenGrundsätzlich fressen Garnelen in der Natur alles was ins Wasser fällt und sich zersetzt oder was im Wasser stirbt. Das fängt an mit zerfallendem Laub von überhängenden Bäumen, geht weiter mit toten Insekten und deren Larven, toten Fischen, Würmern usw. Außerdem fressen alle Garnelen Bakterienrasen und Algen die sich auf irgend einem Substrat angesiedelt haben. Selbst der Kot von Fischen wird noch gefressen. Kurz und knapp, Garnelen sind Resteverwerter. In der Hauptsache fressen Garnelen also in der Natur balaststoffreiches Futter, dass zum überwiegenden Teil ursprünglich pflanzlichen Ursprungs ist. Für die Aquarienhaltung bedeutet das, dass unsere Garnelen zwar jede Art Fischfutter fressen, wir aber darauf achten müssen , dass der Anteil an pflanzlichen Ballaststoffen hoch genug ist. Deshalb sollte auch in keinem Garnelenbecken welkes Laub fehlen. Sehr gut geeignet sind dazu Walnussblätter und Esskastanienblätter, weil sie sich sehr schnell im Wasser zersetzen und erst dann von den Garnelen gefressen werden können. Buchen- oder Eichenblätter gehen zwar auch, brauchen aber wesentlich länger bis sie sich zersetzen. Das Wichtigste beim Füttern ist aber die Menge. Garnelen sind nun einmal sehr klein und deren Magen noch kleiner. Das bedeutet, dass wir nur sehr kleine Futtermengen ins Becken geben dürfen. Alles was an Futter nicht sofort gefressen wird führt zu einer Massenentwicklung von Keimen und genau das vertragen unsere Garnelen überhaupt nicht. Die Folge ist dann ein plötzliches unerklärliches Massensterben. Hier hilft dann nur noch ein Wasserwechsel von ca. 90% und danach wenigstens 4 Tage auf keinen Fall füttern. Selbstgemachte Futtersticks Die Sticks verfüttere ich abwechselnd zu verschiedenem anderen Fischfutter. Nebenbei hat sich herausgestellt das meine Apfelschnecken für die Sticks alles andere liegen lassen und extrem schnell wachsen und ablaichen. Außerdem entwickeln sowohl Garnelen als auch Schnecken durch das enthaltene Spirulina, eine wesentlich intensivere Farbe. Rezeptur: Man nehme eine kleine Dose gekochte Erbsen und drücke sie durch ein Kaffeesieb. Den Erbsenbrei vermische man mit Spirulinaalgenpulver . Maximal ein Drittel der Gesamtmenge. Sonst werden die Sticks bröselig. Die Spirulinaalgen bekommt man z. B. bei http://www.drak.de/Produkte/Futteralgen.html . Das Ganze ergibt eine sehr feste blaugrüne Pampe, die ich dann in eine 60ml Spritze aus der Apotheke fülle. Wenn man jetzt die Spritze (ohne Nadel) wie eine Sahnespritze benutzt, lassen sich damit wunderbar Würstchen mit ca. 1,5 mm Durchmesser auf eine abwaschbare Unterlage (Plastiktüte oder ähnliches) spritzen. Diese Würstchen lasse ich einfach einen Tag trocknen. Danach sind sie so fest, dass man sie abbrechen kann. Im Aquarium lösen sie sich selbst nach einem Tag nicht von allein auf. Größere Mengen der noch nicht getrockneten Masse friere ich einfach in Plastiktütchen, abgemessen in 60ml Portionen, ein. Viel Spaß beim Selbermatschen! |
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